Sonntag, 22. Januar 2012

Antifaschistische Kundgebung am 4.2.12 in Oberhausen-Sterkrade

Der Solidaritätskreis unterstützt eine antifaschistische Kundgebung am 4.2.12 in Oberhausen-Sterkrade. Zu ihr rufen aus gegebenem Anlass verschiedene antifaschistische Kräfte wie folgt auf:


Keinen Fuß breit den Faschisten!

Am 30. Januar jährt sich die Errichtung einer faschistischen Diktatur in Deutschland durch die Nationalsozialisten und Hitler 1933. Damit wurden die Zerschlagung der organisierten Arbeiterbewegung und die Vorbereitung des 2. Weltkrieges im Interesse des deutschen Großkapitals eingeleitet.

Die Vorgänge um die so genannte „Zwickauer Terrorzelle“ zeigen, dass die Faschisten sich mit Duldung und Unterstützung staatlicher Organe wie dem Verfassungsschutz nicht nur ungehindert ausbreiten können, sondern mit Mord, Überfällen und Anschlägen versuchen, die Menschen in Deutschland einzuschüchtern. Ihre Anschläge richten sich in erster Linie gegen die organisierte Arbeiterbewegung, gegen Linke und gegen Menschen mit Migrationshintergrund. Seit der Wiedervereinigung gehen mindestens 180 Morde auf das Konto der Faschisten, die sich in zahlreichen Organisationen und Schlägertrupps zusammengeschlossen haben und mit der NPD ein parlamentarisches Aushängeschild mit Schlips und Kragen besitzen. Sie strecken die Hände nach der Jugend aus und versuchen, diese in Sportvereinen und auf Schulhöfen zu ködern.

In Essen wurden Anschläge auf das Büro des kommunalen Wahlbündnisses „Essen steht AUF“ und das Büro der DKP verübt, in Mülheim auf das Büro der Stadtratsfraktion von „WIR - Linke aus Mülheim“, in Oberhausen auf das Büro der Partei „die Linke“. Fortschrittliche Menschen und kämpferische Gewerkschafter werden mit Gewalt und Mord bedroht, wie der Betriebsrat von Hoesch Dortmund, Gerd Pfisterer, oder Reinhardt Meyer, Betriebsrat bei MAN Diesel&Turbo in Oberhausen und Direktkandidat der MLPD-Offene Liste zur Bundestagswahl 2009.

Wir (das ist ein Treffen von antifaschistischen Kolleginnen und Kollegen aus Oberhausen und Bottrop) wollen den Jahrestag der Errichtung einer faschistischen Diktatur in Deutschland zum Anlass nehmen, um mit einer Kundgebung am Samstag, 4. Februar am Centerpoint in Sterkrade ein klares Zeichen zu setzen:

Keinen Fuß breit den Faschisten!
Für ein sofortiges Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda.

Kundgebung mit offenem Mikrofon am Samstag, 4. Februar
11 Uhr bis 12 Uhr
Centerpoint in Sterkrade
Ecke Steinbrinkstraße / Bahnhofstraße
(Meinungen und Diskussionsbeiträge sind erwünscht, auf antifaschistischer Grundlage)



V.i.S.d.P. : R.Meyer, Friedrich-List-Str.14, 46045 Oberhausen


Dienstag, 27. September 2011

Faschistische Morddrohung gegen IGM-Betriebsrat Reinhardt Meyer

Mit Empörung und Sorge hat die Sprechergruppe des Solidaritätskreises "Gemeinsam sind wir stark" von einer faschistischen Morddrohung gegen unseren Mitstreiter und IG Metall-Betriebsrat bei MAN Turbo & Diesel SE, Reinhardt Meyer, erfahren.

Wir verurteilen diese Morddrohung aufs Schärfste und verlangen, dass alles getan wird, die Täter zu ermitteln und zu verurteilen.

Die Drohung gegen Reinhardt Meyer reiht sich ein in verschiedene faschistische Morddrohungen gegen linke, kämpferische und fortschrittliche Kräfte in letzter Zeit, die so offensichtlich eingeschüchtert werden sollen. Die Drohung gegen Reinhardt Meyer ist sicher kein Zufall, hat er doch eine aktive Rolle dabei gespielt, die angedrohte Kündigung seinen IGM-Kollegen und Betriebsrat Zabit Cumcu zu verhindern.

Wir versichern Reinhardt Meyer unsere volle Solidarität. Das Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen und ihrer Propaganda muss durchgesetzt werden!

Sonntag, 10. April 2011

Informationen zu weiteren Aktivitäten des Solidaritätskreises

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Solikreises,

wie auf unserem letzten Treffen am 27.2.11 besprochen, möchten wir euch heute über den Stand der Planung der dort vereinbarten weiteren Aktivitäten informieren.

Den großen Erfolg unserer Arbeit mit dem Ergebnis, dass die Kündigung von Zabit Cumcu von MAN zurückgenommen werden musste, wollen wir mit einem einem schönen Nachmittag im Grünen gemeinsam feiern. Als Termin haben wir dafür den Donnerstag, 2.6.11 (Feiertag), ausgekuckt. Damit das Fest zustande kommt, brauchen wir wie immer viele Hände, die mit anpacken! Alles was gebraucht wird, findet ihr im Infobrief, der am Ende dieses Artikels runtergeladen werden kann.

Als zweites laden wir euch ein, gemeinsam mit dem Solikreis an Aktivitäten am 1. Mai teilzunehmen. Wir sind der Meinung, dass es wichtig ist, hier als Solikreis Flagge zu zeigen. Wir treffen uns am 1. Mai ab 10:00 Uhr in Oberhausen am Altmarkt und freuen uns schon darauf, möglichst viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter unsere Solikreises dort zu treffen!

Am Nachmittag des gleichen Tages findet ab 16:30 Uhr in der Feldmann-Stiftung, Augustastr. 108 - 114 in Mülheim das "Internationale Maifest" statt, das von der Feldmannstiftung mit verschiedenen weiteren Kräften veranstaltet wird.

Zu allen Aktivitäten findet ihr noch weitere Informationen in unserem Infobrief. Bitte druckt ihn auch aus und gebt ihn an Kolleginnen und Kollegen weiter, die keinen Internetzugang haben.

Dienstag, 8. März 2011

MAN zog die Klagen zurück - Zabit Cumcu bleibt im Betrieb

Der Solidaritätskreis "Gemeinsam sind wir stark" freut sich, dass der Kammertermin vor dem Arbeitsgericht am 21. Februar mit einem vollen Erfolg endete. Beide Klagen zog der MAN-Vorstand zurück - Zabit Cumcu bleibt im Betrieb!

In der gesamten 5-stündigen Verhandlung fand sich kein Zeuge, der die in der Klageschrift von MAN genannten angeblichen „Beleidigungen“ bestätigt hätte.

Die Aussagen eines Betriebsrates, der als einziger Zeuge für die Geschäftsleitung auftrat, dass der Jugendvertreter nach dem Streitgespräch im Betriebsratsbüro „gezittert“ habe, bewertet die NRZ Oberhausen in ihrem Artikel vom 22.2.11 so: „Der 20-jährige Jugendvertreter habe nach der Begegnung gezittert vor Angst – was in seiner eigenen Aussage gestern allerdings nicht recht rüberkommen wollte“. Dieser Darstellung des „Kronzeugen der Firma“ wurde zudem auch durch einen anderen Zeugen widersprochen, der die gleiche Situation gänzlich anders erlebt hatte.

Angesichts dieser Faktenlage nach der Beweisaufnahme wäre eine Kündigung keinesfalls mehr haltbar gewesen. Zabit erklärte vor Gericht, falls sich der Jugendvertreter durch Wortwahl oder Verhaltensweisen beleidigt gefühlt haben sollte, sei das nicht seine Absicht gewesen und täte ihm dies leid. Ausdrücklich erklärten Zabit Cumcu und sein Anwalt vor Gericht, dass es sich hier nicht um eine Entschuldigung handle, da aus ihrer Sicht nichts vorgefallen sei. In seinem Schlussplädoyer stellte Zabit Cumcu auch klar, dass er Betriebsrat für alle Kolleginnen und Kollegen ist. Alle die ihn kennen, wissen, welch großes Herz er besonders für die Jugend hat. Auch wenn es nur eine Geste war, hat Zabit Cumcu durch die versöhnende Umarmung mit dem Jugendvertreter, der den Stein ins Rollen brachte, menschliche Größe bewiesen.

Maßgeblich für den Erfolg, dass die Klagen zurückgenommen werden mussten, war die breite Solidarität, die sich im Betrieb, in Oberhausen und weit darüber hinaus entwickelt hatte.

Der Solidaritätskreis und Zabit Cumcu persönlich bedanken sich bei allen, die in vielfältiger Weise ihre Solidarität und praktische Unterstützung gezeigt haben. Sie haben ihm und seiner Familie, aber auch dem Solidaritätskreis den Rücken gestärkt und den nötigen Mut gemacht, bis zum Schluß für den nun erreichten Ausgang des Prozesses zu kämpfen.

Zabit Cumcu möchte sich an dieser Stelle persönlich bei allen bedanken, die ihn unterstützt haben: "Ich habe viele wirkliche Freunde gefunden und bedanke mich bei ihnen ganz herzlich."

Wir sind stolz auf das erreichte Ergebnis. Gemeinsam sind wir stark!